EINE Auswahl Meiner Gedichte

Poesie & Licht


Worte der Begegnung

Ein Weinstock mit Reben im sanften Licht, der Geborgenheit und Wachstum symbolisiert.

01 UNGETEILT DEINS


Da - wo Dein Gedanke mich das allererste Mal ersann.
Da - wo meine Existenz ihren Anfang nahm.
Da - liegt der Ursprung meines Seins, in vollkommener Einheit - ungeteilt DEINS.

Du bist es, der mein Schöpfer ist. Du bist es, der mich erdacht, geformt, erschaffen und geliebt. Du bist es, der meinen Namen das erste Mal nennt. Der meinem ICH sein Leben schenkt.

In Dir - Gott - allein mein Selbst seine Bestimmung erkennt.

Für Dich, bin ich kostbar, schön und gut, voller Unbedarftheit, Lieblichkeit und vollkommen genug.
Von Dir, bin ich unaufhaltsam geliebt und gesehn.
In Deiner Fürsorge bin ich ewig getragen, geborgen, verbunden im Leben.

02 Im Spiegel deines Angesichts


Ein Blick in den Spiegel,
dort: mein Gesicht.
Ratlos, frag ich mich: wer bin ich?

Der Spiegel schweigt auf die Frage tief in mir.
Die Antwort zeigt sich wohl niemals hier.

Ein Blick zu Dir, Herr, mein Herz wird still vor Dir.
Du begegnest mir, überwältigend, in Herrlichkeit hier.
Und langsam wird sichtbar, was vor mir verborgen war.
In Deinem Licht wird’s offenbar, dass Du mich erschufst - so wunderbar.

03 DEN GANZEN WEG


Bei all meinem Suchen nach einem Sinn
Bei all meinem Fragen: wer ich bin
Beim Ausschau halten nach etwas, was wirklich hält
Beim Prüfen im Leben, was wirklich zählt

Gingst Du Jesus einst durch Schmach, Leid und Tod
Verschontest Dich nicht, scheutest keine Not
Du kamst mir entgegen, nicht nur ein kleines Stück
Du gingst den Weg ganz, bis ich Dich erblickt

Du offenbartest Dich mir bedingungslos
Dein Erbarmen, Deine Liebe, Herr, sind so unendlich groß

Und auch heute, wenn ich auf Abwegen geh
Wenn ich durch mein Verfehlen, den Weg nicht mehr seh
Gehst Du den ganzen Weg mir nach
Und bleibst mir in meiner Verlorenheit nah

Du wartest geduldig, bis den Blick ich heb
Und wieder Deine Sanftheit, Deine Güte seh

Und eines Tages Jesus,
wenn ich Dir leibhaftig gegenübersteh
Sicher und ruhig angekommen, am Ende meines Wegs

Dann werden fließen erleichtert
Tränen mein Gesicht herab
Und ich werd erschüttert sein
welch schwache Sicht ich auf Dich hat

04 FRAUSEIN IM LICHT


Einst war es finster, dunkel und leer,
Schatten umgaben mich düster und schwer.
Blind zog ich durch die Welt, wie gebannt,
hoffnungslos, einsam und unerkannt.

Doch plötzlich brach helles Licht durch die Nacht,
Deine Stimme hat mein Herz neu entfacht.
Du hast mich gerufen und heimwärts gebracht,
und alle Finsternis verlor ihre Macht.

So nimmst Du nun behutsam alle die Schwere von mir,
zeigst mir den Wert, den ich habe in Dir.
Nicht mehr gefangen im eigenen Streben,
lerne ich frei aus Deiner Liebe zu leben.

Frausein im Licht heißt, Wurzeln zu schlagen,
Dir zu vertrauen – auch an schweren Tagen.
Nicht erst zu leisten, um wertvoll zu sein,
sondern zu ruhen in Deiner Liebe allein.

Und wenn mein Weg durch Schatten noch führt,
So weiß ich, dass Deine Hand mich berührt.
Dort, wo Dein Licht mein Herz durchdringt,
Deine Herrlichkeit es zum Vorschein bringt.

Soft warm golden light illuminating delicate wild grasses in nature
Peaceful sunset highlighting spiritual warmth and light

05 NÄHER ZU DIR


Jeder Schritt durchs dunkle Tal
war oft schmerzlich und eine bittere Qual.

Jeder Zerbruch und jeder Ruin
führe mich zum verzweifelten Kampf auf den Knien.

Jede Träne, die ich vergoss,
jede falsche Sicherheit, die zerfloss,
jede trügerische Hoffnung, die zerbrach,
jeder Traum, der vor meinen Augen starb.

Jesus,

ich sage Danke heute hier,
denn es führte mich alles
näher zu Dir.

06 GEHALTEN


Von dir gehalten darf ich sein,
geborgen ganz in dir allein.
Nicht meine Kraft erhält mich hier,
mein Leben ruht getrost in dir.

Du bist der Halt, der niemals weicht,
dein Tragen bis ins Tiefste reicht.
Was mich auch beugt, was mich auch biegt,
du bleibst, auch wenn jede Quelle versiegt.

Dein Leben fließt ganz still in mich,
Tag für Tag erneuerst du mich.
Und leise reift, was du verheißt,
die Frucht, die deinen Namen preist.

Einst hast am Kreuz du selbst vollbracht,
was dieses Leben möglich macht.
Du bist der Weinstock, ich die Rebe –
von dir gehalten bis ins ew’ge Leben.

Quiet warm glowing water in misty dawn
Spiritual warm rays of light shining down through trees

07 WENN ICH AN GRENZEN GERATE


Wenn plötzlich ein Weg unbegehbar erscheint. Wenn der Berg sich vor mir unbezwingbar zeigt. Wenn das Ertrinken in den Wellen blind mich treibt. Wenn die Härte des Aufpralls mich zerreißt. Wenn die Last mich tief zu Boden neigt.

Dann lädst Du mich ein, Herr, zu Dir und sagst: „Gib all das mir.“

Bin ich leer, bist Du nicht mal im Ansatz betrübt. Bin ich schwach, ist es Deine Kraft, die genügt. Bin ich ratlos, ist Deine Weisheit nach wie vor ungetrübt. Bin ich hoffnungslos, bist Du es, der neuen Mut mir gibt. Bin ich verloren, trägst Du davon den Sieg.

Es ist nicht mein Wollen, nicht meine Kraft, nicht meine Stärke, nicht meine Weisheit, die von Bedeutung sind.
Sondern DU, HERR, allein
bist es
der alles vollbringt.

08 UNTRENNBAR VERWOBEN


Da, wo nichts war -
war ich ein liebevoller Gedanke von Dir

Ins Leben gesprochen - von Dir
Geformt - von Deiner liebevollen Hand

Dein Atem, Dein Leben - mein Sein

Dein Herz und Deine Sehnsucht -
meine Erlösung

Dein Geist - meine Herrlichkeit

Deine Liebe - der Herzschlag meines Lebens

Untrennbar verwoben

Eins

Soft connection and spiritual light in warm tones
Ein sanfter Fluss im goldenen Licht, der Gottes Gnade symbolisiert.

09 GNADENSTROM


Kennst du den Strom, der sanft dich trägt,
wenn Gottes Gnade dich bewegt?
Den Weg, der sich im Wasser zeigt,
wenn sich dein Herz seiner Führung neigt?

Vertrauen

Bewegt von der Strömung, die zum Ziel hin zieht,
begegnend deiner Nähe, Vater, die umsorgend mich umgibt.

So richte ich flusswärts meines Bootes Lauf,
richte meinen Kurs fest auf deine Gegenwart aus.

Bleiben

Wenn Wellen mich wanken lassen, bleib ich fest in deinem Wort.
Wenn Winde mich wollen treiben, find ich bei dir einen sicheren Ort.

Vertrauend dir folgend, in deinem Lebenslauf,
bleib ich im Schatten deiner Strömung, die mich kennt und nimmt mich auf.

Danken

Berührt von den Begegnungen, zu denen du mich hinführst,
staunend über die Spuren, an deren Ufer du mich führst.

Auf dem Fluss deiner Gnade
bin ich getragen durch diesen Weltenlauf.
Auf dem Fluss deiner Gnade
bringst du mich immer mehr
zu dir nach Haus.

10 Ohne Worte


Es gibt etwas auf Erden hier, mir fehlen die Worte einfach dafür. Es gibt etwas, das mein Herz nicht zu begreifen vermag und auch mein Denken in jeder Hinsicht hier versagt.

Gott, Deine Gnade ist es, die alles übersteigt. Deren Tiefe und Weite ich einfach nicht begreife. Sie ist vorhersehbar, weil Du als Quelle nie versiegst, und doch kommt sie überraschend, weil ihre Form keinen Grenzen unterliegt.

Deine Gnade, Gott, sie kommt nie zur falschen Zeit. Unmöglich, dass sie sich jemals dem Ende neigt. Sie ist niemals veraltet und wirkungslos. Sie erfüllt immer den Bedarf und schenkt unendlich Trost.

Sie ist allumfassend und spezifisch zugleich. Sie ist der Grund allen Lebens und atemberaubend reich. Jesus, Du offenbarst sie in ihrer höchsten Vollkommenheit und Du bist der Grund, weshalb Gottes Gnade für mich bis in die Ewigkeit reicht.

Die Gnade Gottes, die ich durch Deine Liebe empfing, ihr gebührt mein allergrößter Dank. Mit ehrfürchtiger Bewunderung und Staunen erkenne ich an: Deine Gnade bleibt mir ein Rätsel, mein Leben lang.

Ein offenes Notizbuch und ein Stift auf einem Holztisch, beleuchtet von weichem Licht.